Freiwilliges Bürgerengagement für psychisch kranke Menschen

Die von einer psychischen Krankheit betroffenen Menschen sind weitestgehend "die Anderen", die kein Gesicht haben. Oft wird angenommen, dass der psychische Zustand, der zu einem Aufenthalt in der Psychiatrie führte, unheilbar und unveränderlich ist.
Dies liegt unter anderem daran, dass die Verantwortung für die Betroffenen Professionellen in den unterschiedlichen, oft abgeschotteten Institutionen übertragen wurde, wodurch die Befangenheit auf Seiten der Gesellschaft erhöht und unterschiedlichste Ängste aufrecht erhalten werden. Zusätzlich dazu führt diese räumliche Ausgrenzung bei den Betroffenen oft zu Einsamkeit und einer Verarmung sozialer Kontakte.

Eingang zum Betreuungsdienst im Klinikum am EuropakanalLaien/BürgerhelferInnen leisten seit vielen Jahren einen wichtigen Beitrag zur Verwirklichung der "Gemeindenähe der Psychiatrie". Sie tragen dazu bei, dass in ihrem Umfeld Vorurteile abgebaut werden und übernehmen eine Brückenfunktion zwischen Betroffenen, Institution und Gesellschaft.

Durch ihr Engagement wirken sie der sozialen Isolation, unter der psychisch kranke Menschen häufig leiden, entgegen. Laien- und BürgerhelferInnen möchten anbieten, was jeder Mensch braucht, um sich entfalten zu können:

Beziehung, Gemeinschaft, Kontakte, Gespräche.

Hierbei versuchen sie, auf den Menschen als Ganzes einzugehen, ohne allerdings die besondere Situation, in der sich der/die Patient/in befindet, außer Acht zu lassen.
Die Angebote verstehen sich dabei als eine Ergänzung zur professionellen Arbeit.


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